MoVeBs sieht im Stadtbahnausbau nach Volkmarode-Nord einen wichtigen Schritt für eine moderne, klimafreundliche und leistungsfähige Mobilität. Die Stadtbahn verbessert die Erreichbarkeit, stärkt den öffentlichen Nahverkehr, fügt sich in eine attraktiver gestaltete Ortsdurchfahrt und schafft die Grundlage für weitere Netzverlängerungen. Das bestehende Baurecht muss nun zügig umgesetzt werden.
MoVeBs begrüßt den Planfeststellungsbeschluss für die Stadtbahnverlängerung nach Volkmarode-Nord. Das Projekt ist verkehrlich sinnvoll, fachlich fundiert und rechtlich abgesichert. Die Entscheidung der Landesbehörde bestätigt, dass die Vorteile für den öffentlichen Nahverkehr, die Stadtentwicklung und die Mobilitätswende die vorgebrachten Einwände deutlich überwiegen.
Volkmarode braucht eine neue Ortsdurchfahrt – mit Stadtbahn!
Die Berliner Heerstraße ist heute stark vom Autoverkehr geprägt, überlastet und für Fußgänger wie Radfahrende unzureichend gestaltet. Ihr baulicher Zustand erfordert umfassende Sanierungsmaßnahmen. Der Stadtbahnausbau ermöglicht erstmals eine vollständige Neuordnung des Straßenraums: bessere Querungen, mehr Sicherheit auch auf Schulwegen, ein Rasengleis zur Verbesserung des Kleinklimas sowie eine städtebauliche Aufwertung des gesamten Bereichs.
Volkmarode-Nord wartet seit Jahrzehnten auf den versprochenen Stadtbahnanschluss, seit 20 Jahren ist der Weiterbau Beschlusslage.
Das Baugebiet Volkmarode-Nord wurde bereits vor rund zwei Jahrzehnten mit einer im Bebauungsplan freigehaltenen Trasse und der Perspektive einer Stadtbahnanbindung entwickelt. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben seit vielen Jahren eine berechtigte Erwartung an eine leistungsfähige ÖPNV-Erschließung. Der nun erlassene Planfeststellungsbeschluss erfüllt endlich dieses städtebauliche Versprechen.
Der Ausbau ist Voraussetzung für mögliche Verlängerungen nach Dibbesdorf und Hondelage
Die Stadtbahn Volkmarode-Nord ist kein isoliertes Projekt, sondern ein zentraler Baustein des Stadt.Bahn.Plus-Konzepts. Erst mit dieser Verlängerung wird eine Weiterführung in die wachsenden Stadtteile Dibbesdorf und Hondelage möglich. Der Beschluss schafft damit die Grundlage für eine zukunftsfähige Ostachse im Braunschweiger Stadtbahnnetz.
Einwände wurden geprüft – Baurecht besteht
In einem aufwendigen, öffentlichen Planungsprozess wurden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger Volkmarodes beteiligt. Die Planfeststellungsbehörde hat alle vorgebrachten Einwände umfassend geprüft. Die Grenzwerte für Lärm werden eingehalten, der Autoverkehr bleibt die Hauptlärmquelle. Eingriffe in Grundstücke sind deutlich geringer als in gültigen Straßenausbauplänen aus den 1970er Jahren, sie wurden als verhältnismäßig bewertet. Die sogenannte Null-Variante wurde klar verworfen, da sie den verkehrlichen und städtebaulichen Herausforderungen nicht gerecht wird.
Zur neuen Bürgerinitiative
Wir nehmen zur Kenntnis, dass sich eine neue Bürgerinitiative gegen das Projekt gegründet hat. Initiativen entstehen häufig dort, wo einzelne Anwohner persönliche Betroffenheit empfinden – auch wenn diese nicht immer offen benannt wird. In diesem Fall liegt die Besonderheit darin, dass zentrale Akteure erst in den letzten Jahren Grundstücke direkt an der seit Jahrzehnten freigehaltenen Trasse erworben haben. Die Planung war zu diesem Zeitpunkt seit vielen Jahren öffentlich bekannt. Die nun vorgebrachten Argumente beziehen sich überwiegend auf allgemeine Aspekte und spiegeln nicht die fachliche Grundlage des Projekts wider.
Wir sehen in diesen Debatten wiederkehrende Muster: Emotionen spielen eine große Rolle, insbesondere wenn bauliche Veränderungen im Stadtteil befürchtet werden. Sachargumente haben in solchen Situationen oft nur begrenzte Wirkung. Somit halten wir fest: Die Stadtbahnverlängerung nach Volkmarode-Nord ist ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Mobilität in Braunschweig und sollte wie geplant realisiert werden.
Belastungen während der Bauzeit sind unvermeidbar, aber zeitlich begrenzt
Baustellenlärm, Verkehrsbehinderungen und temporäre Einschränkungen sind bei Infrastrukturprojekten dieser Größenordnung nicht zu vermeiden. Angesichts des baulichen Zustands der Berliner Heerstraße wären umfangreiche Bauarbeiten ohnehin erforderlich. Die langfristigen Vorteile für den Stadtteil und den gesamten Nordosten Braunschweigs überwiegen jedoch deutlich, weil alle Baumaßnahmen in einer Aktion erledigt werden können und somit Kosten gespart werden.








