Demo „Autofreier Hagenmarkt“

Am Samstag, den 20. Oktober, wurde der Hagenmarkt um 12 Uhr für 10 Minuten für den KFZ-Verkehr zugunsten der Demo „Autofreier Hagenmark“ gesperrt. Während der Demo wurde so kurzzeitig der Hagenmarkt komplett dem Umweltverbund, d.h. Fußgängern, Fahrradfahrern und dem Straßenbahnverkehr, zur Verfügung gestellt. Die Teilnehmer, die größtenteils in der Initiative Fahrradstadt Braunschweig organisiert sind, wollen auf eine bessere Flächenverteilung der Verkehrsflächen des Hagenmarktes für den Umweltverbund hinweisen (insbesondere für den Radverkehr).

Fahrradfahrer und Fußgänger freuten sich über den kurzzeitig gewonnenen Platz

MoVeBs hat sich an der Aktion beteildigt und symbolisch 5 Thesen und Vorschläge für einen zukunftsweisenden Hagenmarkt an die Tür der Katharinenkirche „genagelt“. Diese zeigen auf, wie sich der Hagenmarkt weg von einem vom KFZ-Verkehr dominiertem Platz hin zu einem attraktiven Stadtplatz mit hoher Aufenthaltsqualität, guter Stadtbahnanbindung und attraktiven Rad- und Fußwegen entwickeln könnte.

Symbolisches Anschlagen der 5 Thesen und Vorschläge zur Verbesserung des Hagenmarktes

Presseerklärung zum Stand der Stadtbahnprojekte Volkmarode und Rautheim

Mit den Beschlüssen der Stadtbezirksräte 112, 114, 132 und 213 kommen die ersten beiden Projekte des Stadtbahnausbaus (Rautheim und Volkmarode) in die nächste Phase. Für beide Strecken konnten Lösungen gefunden werden, die den hohen Mehrwert der Stadtbahn für die Bürger mit deutlich geringeren Kosten in Einklang bringen. Die durchweg hohen Kosten-Nutzen-Quotienten zeigen, dass die letzten Jahre der Planung und Beteiligung nicht umsonst waren, sondern ein Schlüssel zum Erfolg des gesamten Stadtbahnausbaus sind.

Während die Bürger die zahlreichen Workshops bereits intensiv genutzt haben, sich eingebracht haben und auch konkret die Planungsergebnisse in ihrem Sinn beeinflussen konnten, würden wir uns ein stärkeres Engagement einiger Stadtbezirksräte wünschen. Auch als MoVeBs haben wir uns durchgehend in den Planungsprozess eingebunden und die externen Vorgaben, Planungen und Vorschläge der Verwaltung diskutieren und im Detail prüfen können. Nach reiflicher Überlegung und Prüfung aller erdenklichen Alternativen insb. für die Streckenführung nach Rautheim sind wir der Überzeugung, dass die von der Verwaltung gemachten Vorschläge richtig sind. Sie bieten ein großes Potenzial bei geringen Kosten und Risiken und damit eine wichtige Weichenstellung für den weiteren Stadtbahnausbau mit seinen insgesamt 6 Strecken.

Die Querung des braunschweiger Güterbahnhofs wurde in unterschiedlichen Varianten untersucht.

Die hohen Zustimmungsquoten in den Stadtbezirksräten sind auch für die Außenwirkung des Braunschweiger Stadtbahnausbaus wichtig. Fördermittelgeber in Land und Bund wird so gezeigt, dass der Stadtbahnausbau nicht nur in der Bevölkerung Rückhalt hat, sondern auch die Politik hinter dem Projekt steht.

Ein ähnliches Signal wünschen wir uns nun auch vom Landes-Wirtschaftsministerium. Es sollte ein Ziel Niedersächsischer Politik sein, einen möglichst großen Teil der Bundesmittel aus dem GVFG (Gemeinde-Verkehrs-Finanzierungs-Gesetz) in Niedersachsen zu halten. Da der Bund deutlich mehr Mittel für den Ausbau des ÖV zur Verfügung stellt, sollte Niedersachsen für die Zukunft planen und ausreichend Projekte anschieben.

Nicht vergessen werden darf, dass auch laufende Projekte, die nicht offiziell im Stadtbahnausbauprogramm enthalten sind, diesen berücksichtigen müssen. Am Samstag den 20.10.2018 findet daher eine Demonstration auf dem Hagenmarkt statt. Dieser wird ein wichtiger Umsteigepunkt des ausgebauten Stadtbahnnetzes und sollte daher heute schon auf eine gute Erreichbarkeit für Fußgänger und Radfahrer und gute Umsteigebeziehungen hin geplant werden.

Grundlegende Umgestaltung des Hagenmarktes

Durch den Sturm Xavier hat der Hagenmarkt den größten Teil seiner Bäume verloren. Dadurch ist eine Debatte zur Neugestaltung des Hagenmarktes entstanden, da nun die Gelegenheit besteht, den Hagenmarkt grundlegend aufzuwerten und umzugestalten.

Bei dieser Umgestaltung muss man im Hinterkopf behalten, dass im Zuge des Stadtbahnausbaus „Stadt.Bahn.Plus“ dem Hagenmarkt als Straßenbahnverkehrsknoten eine wichtige Bedeutung zufällt. 7 Stadtbahnlinien werden sich nach dem Zielnetzplan an dieser Stelle zukünftig begegnen. Daher sind kurze (Umsteige-) Wege zwischen der Nord-Süd-Haltestelle und der (aktuell noch nicht existierenden, aber zwingend notwenigen) West-Ost-Haltestelle notwendig.

Gleichzeitig hatte der Platz durch seinen Waldcharakter seine städtebauliche Wirkung als Platz verloren – ja es war nicht einmal ein freier Blick auf die Kirche möglich.

Wir haben einen Plan entwickelt, der dem Platz wieder als solchen erleb- und nutzbar macht. Hierzu haben wir den gesamten Platz inklusive Katharinenkirchhof betrachtet und eine Gesamtstruktur aufgebaut. Die Straßenbahn wird über den Platz geführt und die Straßenbahnhaltestelle auf diesem angelegt. Eine solche Führung ist in vielen anderen Städten wie beispielsweise Bordeaux erfolgreich angewendet worden. Für die wartenden Fahrgäste bietet dabei der Platz eine erheblich angenehmere und sicherere Wartefläche als beispielsweise die Mittelinsel zwischen Straßenspuren. Aussteigende Fahrgäste können sofort den Platz erleben und z.B. die angrenzenden Cafés oder Geschäfte besuchen.

Straßenbahnführung über einen Platz am Beispiel des Place de la Comédie in Bordeaux

Um dem Hagenmarkt ein angenehm grünes Gesicht zu geben, sollen Bäume am Rand des Platzes gepflanzt werden. Dadurch bleibt der Platz erhalten, aber dennoch lassen sich mehr Bäume pflanzen, als noch vor dem Sturm auf dem Hagenmarkt standen. Ein schönes Beispiel, wie ein Platz als solcher nutzbar und gleichzeitig auch bepflanzt sein kann, ist der Kohlmarkt.

Aus diesen Randbedingungen heraus ergibt sich die folgende Gestaltung, die durch eine geschickte Gleisführung mit zwei Gleisdreiecken möglich wurde:

Wir haben eine ausführliche PDF erstellt, die alle Details und Gedanken zu den Planungen enthält. Sie ist hier herunterladbar (6,6 MB).

Visualisierungen zum Stadtbahnausbau von MoVeBS

Ergänzend zu der Veröffentlichung der vertieften Untersuchungen zum Stadtbahnausbau (unter dem Namen Stadt.Bahn.Plus) hat MoVeBS Visualisierungen möglicher Strecken erstellt. Die Visualisierungen zeigen an wichtigen Punkten möglicher Strecken, wie sich eine Stadtbahn angenehm in die Stadt integrieren lässt. Alle Grafiken, inklusive Beschreibung, sind auf separaten Seiten dargestellt und auch über das Menü oben aufrufbar. Viel Spaß beim Stöbern!

Die weiteren Präsentationen und Unterlagen der Informationsveranstaltung sind unter www.stadt-bahn-plus.de abrufbar.

Visualisierung „Vision Stadtbahnausbau“

16.01.17: Bürgerinformation zu den aktuellen Plänen des Stadtbahnausbaus

Im Rahmen des Stadtbahnausbaukonzeptes, das im Jahr 2013 mit dem Einreichen von Ausbauideen durch engagierte Bürger begonnen hatte, wurden schrittweise denkbare Abschnitte vorgeprüft und zu weiter zu untersuchenden Korridoren zusammengefasst. Diese ausgewählten Korridore wurden nun tiefergehend hinsichtlich ihrer Wirtschaftlichkeit untersucht; die Ergebnisse wird die Stadtverwaltung am 16. Januar (ab 18:00 in der Stadthalle) öffentlich allen interessierten Bürgern vorstellen:

http://www.braunschweig.de/politik_verwaltung/nachrichten/143010100000362753.html

Der Stadtbahnausbau stellt eine Schlüsselfunktion zur Attraktivierung des ÖPNVs dar, denn die Stadtbahn ist unter anderem sehr umweltfreundlich (energiesparend und zudem noch elektrisch betrieben), lockt viele Fahrgäste in den ÖPNV und kann gleichzeitig wirtschaftlich viele Menschen befördern (längere Fahrzeuge als Busse). Daher hat MoVeBS mit eigenen Vorschlägen (die auch auf dieser Seite zu finden sind) bereits frühzeitig den Stadtbahnausbau unterstützt und wird auch zur Vorstellung der Wirtschaftlichkeitsuntersuchung anwesend sein.

Visionen und Konzepte: Campus-Bahn

Mit dem Titel „Campus-Bahn“ wird ein städtisches Planungsvorhaben bezeichnet, das den nördlichen Teil des Braunschweiger Ringgebietes erschließt, den Campus-Nord der Technischen Universität berührt und von dort nach Querum weiterführt. Dabei wird im ersten Teilstück eine bestehende Bahntrasse genutzt (sogenannte Kohlenbahn).

Die Vorteile sind klar ersichtlich: Innenstadt-Anbindung des künftigen Großbaugebietes „Neue Nordstadt“, zugleich die innere Verbindung des räumlich weit ausgedehnten Universitätsgebietes.

Als ein besonderer Problembereich erscheint die Weiterführung nach Querum, denn dafür muss die DB-Trasse Richtung Gifhorn und die Flussniederung Mittelriede/Wabe gequert werden. Nach bisherigen Überlegungen ist dafür eine sehr teure Hochbrücke erforderlich.

Die Gesamtsituation wird in der Planskizze völlig anders aufgefasst – und als Chance genutzt.

  • Barrierefreie Umsteigestation Stadtbahn zur Regiobahn am Vossenkamp. Mit der Option zur Stadtbahnlinie 2 entsteht eine Verknüpfung in sechs (!) Richtungen
  • 4-Schienen-Gleis auf dem Damm der Regiobahn (Querung Mittelriede)
  • Flache Bogenbrücke anstelle des Wegedammes Pepperstieg, dadurch zugleich Entschärfung der Hochwasserproblematik
  • Enorme Kostenersparnis

Weiterführung durch die „Wabekampsiedlung“ (größtes Siedlungsgebiet in Querum)

Visionen und Konzepte: Petritor – Lehndorf – Kanzlerfeld

(Infos zur aktuellen Ausstellung siehe Beitrag vom 24.2.)

Die Straßenbahnlinie 4 endet heute am Radeklint, noch im inneren Stadtbereich. Über den Sinn einer Fortführung in die westlichen Außenbezirke besteht kein Zweifel, denn damit können mehrere sehr große, dicht besiedelte Stadtquartiere erschlossen werden.

Die bisherige Diskussion ließ die Frage offen, auf welcher Trasse die beste Lösung zu erzielen sei. Und wenig berücksichtigt wurde auch, welche positiven städtebaulichen Auswirkungen damit verbunden sein könnten.

Die Planskizzen zeigen einen Vorschlag für die Trassenführung bis zum Saarplatz (Lehndorf-Siedlung) und plausible Detaillösungen für einige vermeintliche Problembereiche.

1 – Abschnitt Radeklint bis vor Rudolfplatz

Mit der Führung durch die Freise- und die Klosterstraße wird die Inanspruchnahme der Hauptverkehrsader Celler Straße minimiert. Durch die Nutzungsaufgabe des Holwede-Krankenhauses und der JVA Rennelberg werden in diesem Gebiet voraussichtlich mehrere hundert neue Wohneinheiten entstehen, die von vornherein eine Stadtbahnanbindung erhalten (Steigerung von Wohnwert und Wohnqualität).

 

2 – Abschnitt Rudolfplatz bis A391

Der Rudolfplatz wird neu gestaltet und erhält im Südbereich seine Aufenthaltsqualität zurück (Bäume, Bänke, Straßencafé). Die heute sehr komplizierte Führung des Durchgangsverkehrs wird vereinfacht, was ohne Funktionsverlust möglich ist. Es entsteht eine neue Umsteigestation für Bus und Bahn.

Im östlichen Bereich der Hildesheimer Straße fährt die Straßenbahn auf der Fahrbahn, im westlichen Bereich auf eigenem Gleiskörper auf der Nordseite der Straße.

3 – Abschnitt A391 bis Saarplatz

Die Visualisierungen zeigen auf der Saarstraße eine straßenbündige Führung der Stadtbahn, die durch Ampel-Vorrangschaltung einen Vorsprung vor dem Autoverkehr erhält.

Die „Lehndorfer Lindenallee“ bleibt vollständig erhalten und wird wo irgend möglich durch neue Linden ergänzt. Die Neuaufteilung des gesamten Straßenraumes berücksichtigt in stärkerer Weise als heute die Belange von Fußgängern und Radfahrern.

 

Planungsquerschnitt-Saarbrueckener_Strasze-20150113-01

4 – Abschnitt Saarplatz bis Kanzlerfeld [nicht gezeigt]

Anbindung eines großen Wohnviertels und zweier Großforschungseinrichtungen (Endhaltestelle Thünen-Institut; PTB in 1.000 m Entfernung). Keine besonderen planerischen Probleme, da eine Stadtbahntrasse freigehalten ist. Sofern Zwei-Richtungs-Fahrzeuge verwendet werden, ist eine Wendeschleife unnötig.

 

Visionen und Konzepte: „Spargel-Express“

Die graphische Präsentation richtet ihren Blick auf einen Kreuzungspunkt der Braunschweiger Straßenbahn (Linie M1) mit einer bestehenden Bahnstrecke – auch wenn hier derzeit nur Güterzüge verkehren.

Die Aufrüstung der Güterzugstrecke für den Personenverkehr („Spargel-Express„; Braunschweig – Watenbüttel – Völkenrode – Wendeburg – Harvesse) wird derzeit im Rahmen eines niedersächsischen Reaktivierungsprogrammes geprüft.

Im Nahumkreis der Umsteigestation liegen mehr als 10.000 gewerbliche Arbeitsplätze (VW-Werk, VW-Financial, weitere). Auch die Besucher des Eintracht-Stadions profitieren von einer neuen Bahnanbindung. Der Fußweg beträgt rund 500 Meter.

Die gezeigte Lösung:

  • Schneller Übergang zwischen beiden Bahnlinien
  • Die Bahnsteige erhalten einen gemeinsamen Wetterschutz
  • Abstellanlagen für Fahrräder (inkl. Elektro-Ladestation)
  • Integrierte Parkplätze für Car-Sharing (inkl. Elektro-Ladestation)

Vision_SpargelexpressDas Projekt wird auf einer eignen Seite intensiv beleuchtet: http://spargel-express.de/

Visionen und Konzepte: Leonhardplatz

(Infos zur aktuellen Ausstellung siehe 2 Beiträge tiefer)

Die Situation am Leonhardplatz mit Blick auf eine Parkpalette als „Entree“ für die Braunschweiger Stadthalle ist städtebaulich und funktional wenig befriedigend. Sie soll sich in naher Zukunft durch einen Hotelneubau stark verändern.

Einen Beitrag, der zunächst an der Verkehrsführung anknüpft, liefert unsere Planskizze. Die Stadtbahnhaltestellen werden organisatorisch neu geordnet, wodurch ein neuer Haltepunkt vor dem Haupteingang der Stadthalle entsteht.

Der überdimensionierte Straßenraum der Leonhardstraße wird westlich und östlich der Ringquerung funktional angemessen verkleinert. Dadurch wird auf der Ostseite Platz frei für eine zeilenförmige Neubebauung. Hier kann eine Platzrandeinfassung entstehen.

  • Günstigere Lage der Haltestellen,
  • Aufwertung der Eingangssituation zur Stadthalle
  • Verbesserte Umsteigemöglichkeiten Bus/Stadtbahn
  • Zusätzliche Wohn- und Geschäftsbebauung möglich („innerstädtische Verdichtung“)

Visionen und Konzepte: Salzdahlumer Straße

Die Salzdahlumer Straße zieht vom Hauptbahnhof in Richtung Südosten. Sie berührt den einwohnerstarken Stadtteil Bebelhof, erreicht den ausgedehnten Schulkomplex BBS II und dann den größten Klinikum-Standort Braunschweigs.

Auf dieser Trasse eine neue Stadtbahnlinie anzulegen, erweist sich schon dadurch als sinnvoll. Aber es sind vom geplanten Ende her auch günstige Netzerweiterungen möglich: Die zweite Verbindung in das Großsiedlungsgebiet Heidberg (bisher nur über Wolfenbütteler Straße) und die Weiterführung nach Südstadt-Welfenplatz und Rautheim.

Das „planerische Nadelöhr“ bilden die Eisenbahnbrücken beim Hauptbahnhof. Die Stadtbahn muss hier hindurch. Die drei hintereinander gelegenen Brücken können nicht erweitert oder neu gebaut werden.

Die Querschnittsdarstellung zeigt eine patente Lösung auf.

  • Trennung der Verkehrswege

Östliche Linie: Stadtbahn, Radfahrer, Fußgänger

Westliche Linie: Autoverkehr

  • Führung des Autoverkehrs auf 3 Fahrbahnen, Ampelschaltung für Freigabe von jeweils 2 Streifen stadteinwärts oder stadtauswärts nach Tageszeit

(Vorbild: Heerstraße Berlin)

Vision_Salzdahlumer