Spargel-Express: Gemeinsames Exposee der BI pro Zug-kunft und MoVeBs

Die Reaktivierung der Bahnstrecke zwischen Harvesse und Braunschweig eröffnet viele neue Chancen für die Region. Die BI pro Zug-kunft aus Wendeburg und MoVeBs erläutern in einem gemeinsamen Exposee, wie ein Zugbetrieb („Spargel-Express“) realisiert werden könnte und welche Verbesserungen sich hieraus für die Region ergeben.

Das ausführliche Dokument kann direkt hier frei heruntergeladen werden (PDF, ca. 1,5 MB): Der Spargel-Express – Der Spargel-Express – Ein Zug für Wendeburg und die Region

Spargel-Express: Personenzüge führen nicht zur Störung des PTB-Messbetriebs

Im Oktober 2017 wurden Testfahrten durchgeführt, um zu ermitteln, ob der Zugbetrieb auf der Bahnstrecke zwischen Braunschweig und Harvesse die Messungen an der PTB beeinflusst. Die Ergebnisse wurden nun vorgestellt und es hat sich gezeigt, dass Personenzugfahrten keine Schwingungen verursachen, die den Messbetrieb stören könnten. Somit sind der Messbetrieb an der PTB und der Personenzugbetrieb des Spargel-Expresses miteinander vereinbar. Ausführliche Informationen und Verweise zu den Messdokumenten finden sich auf unserer separaten Seite zum Spargel-Express.

Stadt.Bahn.Plus: Bürgerworkshops Rautheim und Volkmarode Nord

Der geplante Stadtbahnausbau soll im Rahmen von Bürgerworkshops mit den Bürgern vor Ort besprochen werden, damit so gemeinsam die Trassenvarianten erörtert werden und Hinweise an die Planer eingehen können. Die Planer laden hierzu zu den folgenden Bürgerworkshops ein:

Teilprojekt Rautheim:

  • Datum: 4. Dezember 2017
  • Ort: Congress Saal der Stadthalle Braunschweig
  • Zeit: Einlass ab 18 Uhr, Start 18:30 Uhr

Teilprojekt Volkmarode Nord (inkl. Wendeschleife Querumer Straße):

  • Datum: 7. Dezember 2017
  • Ort: IGS Volkmarode
  • Zeit: Einlass ab 18 Uhr, Start 18:30 Uhr

Quelle: stadt-bahn-plus.de

Große Resonanz aus Wendeburg zu den Testfahrten des Spargel-Expresses

Mit Testfahrten auf der Bahnstrecke Braunschweig-Wendeburg wurde heute der Einfluss von Zugfahrten auf die Messeinrichtungen der PTB untersucht (siehe Pressemitteilung unten). Den Betrieb eines gewöhnlichen Personen-Triebwagens (LINT27) auf der Bahnstrecke nutzte die Bürgerinitiative „BI Pro Zug-kunft“ und eine große Zahl Wendeburger Bürger, um auf den Nutzen der Bahnstrecke als schnelle Verbindung für den Personenverkehr nach Braunschweig aufmerksam zu machen. Sie begrüßten den Triebwagen am Bahnübergang in Völkenrode und warben für den Betrieb des Personenzuges.

Begrüßung des Triebwagens auf dem Bahnübergang bei Völkenrode.

Eine große Zahl Bürger warben für die Nutzung der Bahnstrecke für den Personenverkehr.

Die Strecke wird aktuell bereits von Güterzügen befahren. Für die Nutzung für den Personenverkehr würde die Strecke in einen modernen Zustand mit z.B. automatischen, nur kurz schließenden Schrankenanlagen gebracht werden.

MoVeBS begrüßt Verbesserungen im ÖPNV

Dank Erhöhungen der Zuschüsse für den regionalen öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) um bis zu 30 Mio Euro pro Jahr kann der Nahverkehr der Region erheblich aufgewertet werden. Die ehesten Verbesserungen werden dabei im regionalen Busverkehr umgesetzt; so wird der Abend-, Samstags- und Sonntagsverkehr der Linien 420 und 450 deutlich ausgeweitet. Angebotsausweitungen im Zugverkehr kommen ebenfalls bereits zum nächsten Fahrplanwechsel im Dezember (z.B. zusätzliche Abendverbindungen).

Für die „richtig großen“ Projekte im Bahnverkehr wie ein Halbstundentakt zwischen Braunschweig und Wolfsburg und dem Stundentakt zwischen Braunschweig und Gifhorn müssen dagegen zunächst aufwendigere Umbauarbeiten (zweigleisiger Ausbau Weddeler Schleife, Ausbauten auf der Mühlenbahn Braunschweig-Uelzen) erfolgen. Auch muss für den Bau zusätzlicher Haltepunkte in der Region eine entsprechende Planungs- und Bauzeit berücksichtig werden.

Nachdem lange insbesondere der regionale Bahnverkehr in der Region deutlich vernachlässigt wurde, konnte mit der Aufnahme des Regionalbahnkonzeptes 2014+ das Angebot auf vielen Strecken auf den „Normalzustand“ Stundentakt gebracht werden. Nun stehen nicht nur die Chancen gut, dass auch die Bahnstrecke Braunschweig-Uelzen auf einen verlässlichen Stundentakt gebracht wird, sondern auch dass der umweltfreundliche ÖPNV als Ganzes deutlich mehr Menschen anspricht.

Denk Deine Stadt – Mitmachaktion der Stadt Braunschweig

Im Rahmen der Aktion „Denk Deine Stadt“ sind die Bürger Braunschweigs aufgerufen, Verbesserungsvorschläge, Ideen, Kritik oder Lob an die Stadt zu kommunizieren und sich so an dem Planungs- und Gestaltungsprozess zu beteildigen. Unter den Einreichungen, die jeder frei über denkdeinestadt.de schreiben und nachlesen kann, befinden sich auch viele zum Thema Verkehr. Stöbert man durch diese, so wird schnell deutlich, dass sich viele Menschen ähnlich wie wir von MoVeBS eine Stärkung des Rad- und öffentlichen Verkehrs wünschen.

Das Phänomen Critical Mass

Viele Städte in Deutschland wurden in den 60er Jahren als „autogerechte“ Stadt aufgebaut. Möglichst einfaches und gutes Vorankommen mit dem Auto galt hierbei als Maßstab guter Verkehrspolitik. In neu erichteten Stadtteilen (wie in Braunschweig die Weststadt oder Heidberg) konnten relativ einfach breite, für hohen Autoverkehr ausgelegte Straßen einfach eingeplant werden. In den innerstädtischen Bereichen konnten dagegen vielfach keine weiteren Flächen für den Autoverkehr gefunden werden – außer es wurden, wie teils leider geschehen, historische Straßenzüge abgerissen und breite Straßen angelegt. Das Ergebnis ist nun, dass der innerstädtische Bereich den Autoverkehr aus den umliegenden Bereichen nicht mehr aufnehmen kann und es regelmäßig zur Überfüllung (=Stau und Parkplatznot) kommt. Als klassisches braunschweiger Beispiel könnte man hier die Lange Straße nennen.

Viele Städte versuchen nun ein Ende der autogerechten Stadt. Dabei kommt der Wille zum Umstieg vermehrt nicht unbedingt aus der Politik, sondern direkt aus dem Kreise der Bürger. Auch die Mitglieder von MoVeBS sehen eine Stärkung der Alternativen des Autos (ÖPNV, Fahrrad, ggf. Fußverkehr) als notwendig an, um für die Zukunft ein flüssiges, umweltfreundliches und sozialverträgliches Verkehrssystem aufzubauen.

Eine Bewegung, die ebenfalls direkt aus dem Kreise der (radfahrenden) Bürger kommt, ist die Protestbewegung Critical Mass. Hierbei wird die in der StVO verankerte Möglichkeit zur Bildung eines geschlossenen Verbandes genutzt, um dann auf der Fahrbahn fahrend wie ein Fahrzeug z.B. über die Ampel fahren zu können (auch wenn die Ampel zwischenzeitlich auf Rot umspringt, dürfen alle Radfahrer dieses Verbundes weiter fahren).

Critical Mass am Radeklint

Critical Mass am Radeklint

In Braunschweig treffen sich jeden letzten Freitag im Monat um 19:00 alle Teilnehmer/Interessierten zur gemeinsamen Fahrt durch Braunschweig. So fanden sich beim letzten Mal (29. Mai) laut Facebook-Seite der Critical Mass über 200 Leute zur gemeinsamen Fahrt durch Braunschweig. Auch in Braunschweig wird der Wille des Bürgers zum Wandel in der Prioritätensetztung der Verkehrspolitik mehr und mehr deutlich.

Treffen am Hauptbahnhof vor der gemeinsamen Fahrt

Treffen am Hauptbahnhof vor der gemeinsamen Fahrt